Commerzbank überbrückt Corona-bedingte Liquiditätsengpässe des deutschen Mittelstands

Die Ausbreitung des Coronavirus hat in immer mehr Unternehmen ernsthafte Liquiditätsengpässe zur Folge. Das führt gerade bei der Commerzbank als führender Mittelstandsbank zu einer Flut von Anfragen nach schnellen Überbrückungshilfen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Finanzierungspartner der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und mit ad hoc erweiterten Bearbeitungskapazitäten steht die Commerzbank dafür bereit: Sie unterstützt Unternehmen schnell und effizient bei der Inanspruchnahme der Kreditprogramme des Bundes, deren Mittel die KfW über die jeweilige Hausbank zur Verfügung stellt. Anfragen können auch direkt online gestellt werden.

Geschwindigkeit ist dabei für die Commerzbank das A und O, um die Situation für ihre Kunden zu entspannen. Deshalb hat sie für die Zeit, bis KfW-Hilfen fließen, für ihre Firmenkunden in Deutschland zusätzlich ein eigenes Kreditprogramm für den Mittelstand aufgelegt.

„Schnelle Hilfe ist die beste Hilfe!“

Interview mit Firmenkunden-Vorstand Roland Boekhout

Insights: Wie beurteilen Sie die Liquiditätssituation des deutschen Mittelstands in Zeiten von Corona?

Roland Boekhout: Der deutsche Mittelstand hat in den letzten Jahren seine Hausaufgaben gemacht und sein Eigenkapital deutlich gestärkt. Dennoch treffen ihn die umfangreichen Folgen des Lockdowns nun mit voller Wucht. Dabei gibt es je nach Branche durchaus Unterschiede in der Betroffenheit, aber kaum ein Unternehmen kann sich dem ganz entziehen. Daher kommen die vielen Tausend Anfragen unserer Firmenkunden aus nahezu allen Sektoren. Es gibt einen sehr hohen Beratungsbedarf zu den Förderprogrammen und wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Anfragen zeitnah zu prüfen. Wir haben den Prozess für die Coronaprogramme der KfW deutlich verschlankt und für unsere Firmenkunden in kürzester Zeit eine Onlinestrecke aufgelegt.

Insights: Wer unterstützt die Unternehmen dabei?

Roland Boekhout: Das ist im Moment eine der Hauptaufgaben unserer Firmenkundenbetreuer und Fördermittelspezialisten, die zurzeit wirklich sehr gefragt sind. In der Tat gibt es viel Beratungsbedarf zu den verschiedenen Programmen. Dank unserer schon über Jahrzehnte intensiven Zusammenarbeit mit der KfW, aber auch mit anderen Förderbanken, besitzen wir das nötige Know-how und die Erfahrung. Und: Wir kennen unsere Firmenkunden, weil wir als Hausbank einen engen Kontakt zu ihnen pflegen – das hilft jetzt natürlich sehr bei der Beschleunigung der Risikoprüfung.

Insights: Sie erwarten also keine größeren Kreditausfälle?

Roland Boekhout: Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie sich die Coronakrise auf die Kreditqualität auswirken wird. Aber ein großer Teil der Anfragen kommt ja von unseren Hausbankkunden, die wir gut kennen. Mit unserem ausgewogenen Kreditportfolio sind wir gut aufgestellt. Wir haben in den letzten Jahren Risiken abgebaut, haben Kapital und Liquidität. Das ist eine gute Ausgangsposition, um unsere Kunden jetzt zu unterstützen.

Insights: Wobei insbesondere Schnelligkeit der kritische Punkt sein dürfte ...

Roland Boekhout: Sicher. Darauf haben wir schon in den ersten Lockdown-Tagen reagiert, als Tausende Finanzierungsanfragen bei uns eingingen. Wir wissen, dass schnelle Hilfe die beste Hilfe ist. Deshalb haben wir sofort zusätzliche Kapazitäten aufgebaut. Zudem können wir unsere Kunden auch mit eigenen Mitteln mit Liquidität versorgen und die Zeit überbrücken, bis KfW-Gelder ausgezahlt werden.

Insights: Vielen Dank für das Gespräch!

Erweiterte Fördermöglichkeiten

Als Sofortmaßnahme hat die KfW die Nutzung etablierter Programme wie KfW-Unternehmerkredit, KfW-Gründerkredit und KfW-Kredit für Wachstum spürbar erleichtert. So wurden

  • Fördermöglichkeiten für Investitionen und Betriebsmittel erweitert,
  • Umsatzgrenzen erhöht,
  • das Volumen zinsgünstiger Kredite aufgestockt sowie
  • insbesondere die Haftungsfreistellung bzw. Risikoübernahme durch die KfW auf bis zu 90 Prozent angehoben.

Anfragen können bei der Commerzbank gestellt werden – auch schnell und bequem über eine spezielle Onlinestrecke. Ebenfalls einbezogen werden dabei Angebote der regionalen Bürgschafts- und Förderbanken.

Ein Teil des Risikos bleibt bei den Hausbanken

Die bis zu 90-prozentige Haftungsübernahme durch die Förderbank KfW und damit durch den Staat hilft natürlich bei der Bewilligung von Krediten. Das Restrisiko trägt die jeweilige Hausbank. Deshalb ist auch bei den Coronahilfen eine individuelle Risikoprüfung unerlässlich. Aus der Wirtschaft waren Forderungen laut geworden, die Bundesregierung solle die Hilfskredite zu 100 Prozent absichern. Eine solche Komplettübernahme hätte das Geld noch schneller an die Unternehmen gebracht. Um den Prozess aber auch unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu beschleunigen, hat die Commerzbank zusätzliche Ressourcen zur Bearbeitung der Fülle von Anträgen bereitgestellt.

Weitere Informationen finden Sie dazu auf der Webseite der KfW, des BMWi und der Bundesregierung.

Verlässlich an Ihrer Seite: die Commerzbank in Deutschland und international

Gerade in der aktuellen Situation steht die Commerzbank ihren Firmenkunden nicht nur mit Finanzierungen, sondern mit all ihrer Expertise zur Verfügung. Nutzen Sie unser Branchen-Know-how, fragen Sie uns nach Lösungen bei Liquiditätsengpässen und sprechen Sie uns an, wenn Ihre Lieferketten irgendwo auf der Welt ins Stocken kommen. Ihr persönlicher Firmenkundenbetreuer ist dafür der richtige Ansprechpartner.

Sicherheit geht vor

Um dabei mitzuwirken, das Virus einzudämmen, nutzt die Commerzbank vermehrt Telefon-, Video- und WebEx-Konferenzen im Kontakt mit ihren Kunden. Darüber hinaus wurden alle Vorkehrungen getroffen, damit der weltweite Geschäftsbetrieb selbst bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus reibungslos funktioniert. Dazu gehört auch die Verteilung betriebsnotwendiger Teams auf unterschiedliche Standorte.

Helfen Sie lokal - Gutschein kaufen und den Laden um die Ecke stärken

Die aktuelle Situation bringt viele Selbständige, Freiberufler und gewerbliche Unternehmen unverschuldet in eine existenzbedrohende Situation. Viele regionale Unternehmen, wie Restaurants, Friseure, Fitness-Studios, Boutiquen und viele andere sind durch die Corona Krise stark betroffen. Mit der Plattform CommerzbankHilft.de unterstützt die Bank Unternehmen, trotz geschlossener GeschäfteLiquidität zu sichern. Die Idee ist ganz einfach: Unternehmen bieten auf der gemeinsam mit dem Partner OptioPay betriebenen Online-Plattform Gutscheine für ihre Leistungen und Produkte an. Die Anmeldung auf CommerzbankHilft.de ist für die Unternehmen kostenlos. Mit dem Kauf dieser Gutscheine unterstützen Kunden ihre Geschäfte vor Ort. Diese können weiter Umsätze generieren und erhalten so wichtige Liquidität. Die Gutscheine werden zu einem späteren Zeitpunkt eingelöst.

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